Serotonin zügelt Stresshormone
So steigern Sie Ihre körpereigene Serotoninproduktion
Wenn es eine Olympiade für Hormone gäbe, so würde Serotonin die Goldmedaille gewinnen. Denn dieses Wohlfühlhormon bewältigt im zentralnervösen System eine Fülle von Aufgaben und ist so wichtig wie kein zweites Steuerhormon im menschlichen Körper. Es sorgt für gute Laune und Durchsetzungskraft, es kontrolliert das Essverhalten und den Sexualtrieb, den Schlaf- und Wachrhythmus, und so ganz nebenbei regelt es noch Schmerz– und Temperaturempfinden. Es ist bei allem Denken, Fühlen, Erinnern und Vorstellen beteiligt. Herausragend ist aber die Fähigkeit in der Bekämpfung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin.
So sollte der Tag beginnen
Wenn Serotonin reichlich vorhanden ist, ist man morgens nach perfektem Schlaf hellwach und leistungsbereit. Die Stimmung ist gut und angriffslustig startet man in den Tag. Zielorientiert trifft man seine Entscheidungen. Denn nur bei einem hohen Serotoninspiegel denkt man in Lösungen und nicht in Problemen - ganz nach der Devise: „Why not...“ anstatt „yes, but...!“
Entsprechend vielfältig sind die Symptome bei Serotoninmangel, übrigens eine der häufigsten Krankheiten in der westlichen Welt. Nicht umsonst erhöhen 60 Millionen U.S.-Amerikaner künstlich ihren Serotoninspiegel mit dem verschreibungspflichtigen Medikament Prozac, welches bei uns unter den Namen Fluktin oder Cipralex gehandelt wird. Denn Serotoninmangel wird nicht nur subjektiv als unangenehmer Leistungs- und Stimmungskiller empfunden. Langfristig zieht der Mangel viele Krankheiten nach sich: Es beginnt mit Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression, Burnout, Dauerkopfschmerz, Schlafstörungen, Immunschwäche, mangelnder Libido, Impotenz, Diabetes und Alzheimer.
Unsere Ahnen als Vorbild
Würden wir so essen wie unsere Vorfahren vor langer Zeit und unsere genetisch nächsten Verwandten noch heute, so wäre die Serotoninproduktion selbst bei erhöhtem Verbrauch unter Stress weiterhin möglich. Der Engpass bei der Synthese dieses „Chefhormons“ ist die essentielle Aminosäure Tryptophan. Dieser wertvolle Eiweißbaustein kann vom Körper nicht selbst gebildet werden und muss daher mit der Nahrung zugeführt werden. Tryptophan ist als Eiweißbaustein aber nicht nur im Fleisch erhalten, wie viele glauben. Viel effektiver füllt man Tryptophan über Rohkost auf, so wie es die Primaten vormachen. Dies konnte eine aktuelle Studie der Harvard University (Prof. Jane Godall:“ The Chimpanzees of Gombe“) eindrucksvoll belegen. Gründliches kauen öffnet den unverdaulichen Cellulosepanzer der Pflanzenzellen und gut eingespeichelt „flutscht“ dieser Nahrungsbrei durch den Magen, anstatt ungekaut lange im sauren Magenmilieu liegen zu bleiben. Im basischen Dünndarm werden die gut aufbereiteten Nahrungsstoffe dann schnell ins Blut transportiert. Besonders bei Verzehr auf nüchternen Magen, also wenn wenig Energieträger im Blut zur Verfügung stehen, wandern alle Aminosäuren auf direktem Wege in den Muskel – bis auf Tryptophan. Das gelangt ohne Konkurrenz schnurstracks ins Gehirn und wird in Serotonin und gute Laune umgewandelt.
Lernen von den Alten
Vielleicht ist dies das Geheimnis des unverwüstlichen Johannes Heesters, der mit 103 Jahren noch genau wie seit Jahrzehnten jeden morgen sein Rohkost-Müsli verspeist. Frisch gemahlene Körner (z.B. Sechskornmischung aus dem Reformhaus) werden mit frischem Obst je nach Saison und etwas Yoghurt angerührt und jeder Löffel lange gekaut. Und wenn Johannes Heesters lange sagt, dann meint er auch lange. Natürlich hat er Zeit und schlingt sein Frühstück nicht so hektisch hinunter wie viele Menschen, bei denen der Stress schon morgens beginnt. Wer sein Müsli erst Mittags isst, der verstärkt den Effekt sogar noch, da die Muskeln dann noch hungriger alle Aminosäuren verstoffwechseln und Tryptophan ganz gezielt und allein die Blut-Hirnschranke überwinden kann.
Die Bilanz muss stimmen
Bei hohen Stresspegeln unterstützen uns spezielle essentielle gehirnaktive Aminosäuren, wie ich sie in meiner Praxis angespannten Manager/Innen als Nahrungsergänzung empfehle. Denn nicht jeder kann im beruflichen Alltag immer so exakt auf seine Ernährung achten. Bei ausreichender Dosierung dieser natürlichen Eiweißbausteine lässt sich schon nach wenigen Wochen nachweisen, wie im Blut die gefährlichen Stresshormone sinken und das Serotonin ansteigt. Bestimmte Entspannungsübungen helfen zusätzlich, den Großrechner zwischendurch immer mal wieder herunter zu fahren.
Gas geben oder bremsen
Etwas Stress ist durchaus positiv und hält uns wach und lebendig. Langzeitstress ist jedoch gefährlich. Über vermehrten Serotonin- bzw. Tryptophanverbrauch zerbricht der natürliche Schutzschild gegen Stress und die gefährlichen abbauenden (katabolen) Stresshormone können ungehindert ansteigen. Dadurch wird wiederum die Produktion der aufbauenden (anabolen) Hormone gedrosselt, denn bremsen und Gas geben gleichzeitig geht nicht. Der Teufelskreis beginnt und endet nicht selten im Burnout-Syndrom, wo dann nichts mehr geht. Immerhin werden laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers schon im Jahre 2016 mehr als die Hälfte der betrieblichen Fehlzeiten durch Belastungsdepressionen (Burnout) verursacht sein. Rechtzeitiges Handeln hilft!
Meine Empfehlung für Stressgeplagte:
Aminosäuren 100 % essentiell als natürliche Nahrungsergänzung, 3 x 2 Kapseln täglich, hergestellt und vertrieben durch www.apotheke-einhorn.de.
Effektive Entspannungsübungen lernen Sie im Seminar „Power your Life“, Termine unter www.spitzbart.com. Mit etwas Übung können Sie schon nach 3 Sekunden den Stresslevel spürbar senken. In diesem Seminar werden auch Ihre Blutwerte ermittelt.
So mache ich mir um Sie keine Sorgen:
Zielwerte im Blut: | |||
Serotonin | > 150 μg/l | ||
Cortisol | < 20 μg/d | ||
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Michael Spitzbart
Eckenhaider Weg 6
D-91207 Lauf
Weitere Informationen:
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