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10/2005

Burnout

Ein Viertel der arbeitenden Bevölkerung gilt als bedroht, und täglich erwischt es wieder Hunderte von Menschen - das Burnout Syndrom. Es kennt praktisch keine sozialen Unterschiede, betrifft sowohl geistig als auch körperlich Aktive, und macht, wie die jüngste Vergangenheit beweist, auch vor der Prominenz keinen Halt: Sven Hannawald und Sebastian Deisler sind nur zwei der bekannteren Vertreter. Von den innerlich ausgebrannten, ausgehöhlten und ausgepressten Zitronen im mittleren und oberen Management erfährt es im Abseits der Medien nur das unmittelbare Umfeld.

Der biblische Prophet Elias muss schon einmal eine ähnliche Situation durchgemacht haben: " Er aber ging in die Wüste eine Tagreise entfernt weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm hinweg nun, Herr, meine Seele." Experten sprechen daher von der Eliasmüdigkeit, andere vom Burnout Syndrom. Gemeint ist ein geistig - körperlicher Zustand, bei dem Lebenslust, innere Begeisterung, Motivation und Schaffenskraft schwinden und sich stattdessen Symptome wie Zynismus und Pessimismus, später aber auch körperliche Symptome wie Magenschmerzen, Schlafstörungen, chronische Müdigkeit mangelnde Motivation und Lebensunlust auftreten. Die Grenzen zwischen dem Burnout Syndrom und der Volkskrankheit Depression sind verwaschen.
Gefährdet sind alle, die entweder sich selbst oder durch andere zu hohe Ziele stecken bzw. gesteckt bekommen. Und wer dauernd einer hohen eigenen aber auch öffentlichen Erwartungshaltung ausgesetzt ist, kann daran zerbrechen. Sven Hannawald bringt es auf den Punkt: "Je weniger ich meine Ziele von anderen - egal ob Trainer oder Öffentlichkeit - setzen lasse, desto weniger anfällig bin ich". Je mehr der Mensch fremdbestimmt ist, desto stärker leidet er unter dem Druck.

Man kann sich aber vor dem Burnout schützen, und der erfahrene Arzt kann sogar messen, ob ein Burnout droht. Jeder kennt aus dem Sport die anabolen Hormone, die nicht nur Muskeln aufbauen, sondern auch für mentale Stärke, Belastbarkeit und Durchsetzungskraft stehen. Diesen anabolen Hormonen stehen aber die katabolen, sprich abbauenden Hormone, gegenüber. Der bekannteste Vertreter ist das Cortisol, das Langzeitstresshormon, das noch einmal letzte Energiereserven mobilisieren soll, den Körper aber dabei auspowert. Muskeln werden abgebaut, wertvolle Verbindungen zwischen den Gehirnzellen zerstört und besonders gefährlich - die Produktion der aufbauenden Hormone wird gedrosselt. Denn kein Mensch kann Gas geben und bremsen zur gleichen Zeit. Bei einem solchen Missverhältnis dieser auch psychisch wirksamen Hormone steigt dann die gefühlte Arbeitsbelastung: Selbst kleine unerwartete Aufgaben entwickeln sich zur scheinbar unüberwindbare Hürde.Wen das Vollbild des Burnouts erst einmal erwischt hat, der verschwindet für gleich mehrere Monate von der Bildfläche. Krank machende Fehler der Vergangenheit erkennen und ändern, die absolut leeren Akkus wieder auffüllen und dem Körper die Zeit geben, das Profil seiner psychisch wirksamen Hormone wieder umzustellen, das alles braucht seine Zeit. Doch selbst danach ist die Belastbarkeit nie wieder ganz die alte. Am besten ist es, Burnout früh zu erkennen und sich effektiv davor zu schützen.Gönnen Sie sich rechtzeitig Auszeiten, in denen Sie nur das machen, was Ihnen selbst Spaß macht! Lesen Sie Ihren Lieblingsschriftsteller, reaktivieren Sie Ihr altes Hobbys und setzen Sie sich endlich mal wieder ans Klavier. Oder schenken Sie diese Zeit Ihren Kindern, die Sie ohnehin viel zu selten sehen. Überraschen Sie Ihre Kids, so wie ich es gemacht habe, mit einer außergewöhnlichen Safarireise ins Okawango-Delta. Leben Sie im Busch wie zu Hemingways Zeiten völlig ohne Strom, weit entfernt von jeglicher Zivilisation, unerreichbar für mobile phones und e-mails. Tanken Sie die Ruhe und Kraft, die von diesem bezaubernden Kontinent, der Wiege der Menschheit, ausgeht. Fürchten Sie sich nachts vor dem Brüllen der Löwen, von denen Sie nur eine Zeltwand trennt. Spüren Sie wie das Leben einmal war und was es wirklich ausmacht. Im Nu ist Ihr Kopf frei - und Sie sind nicht nur räumlich weit weg von den sonst so scheinbar wichtigen Dingen des Alltags. Und ihre Kinder werden diese intensiv gemeinsam verbrachte Zeit genießen und sich ewig daran erinnern...Wie hoch ist Ihr Stresshormon? Droht bereits ein Burnout? Die Antwort geben wir Ihnen auf unserem Seminar "Begeisterung statt Burnout", das am Samstag, 22. Oktober 2005 im Schindlerhof in Nürnberg durchgeführt wird. Hier messen wir vorsorglich unter anderem das Verhältnis Ihrer auf- und abbauenden Hormone und entwickeln Ihre ganz persönliche Anti-Burnout-Strategie.

Alle Informationen auf unserer Homepage unter www.spitzbart.com.

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