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Dr. med. Michael Spitzbart

 

Bluthochdruck – die häufigste Erkrankung des Menschen - und was Sie dagegen tun können!

Die Hypertonie (Bluthochdruck) ist die häufigste Krankheit des Menschen - mit der gleichzeitig höchsten Dunkelziffer! Nur die Hälfte aller Betroffenen wissen überhaupt, dass sie einen Hochdruck haben – denn der tut nicht weh! Von den Menschen, die um Ihren Bluthochdruck wissen, wird auch nur die Hälfte behandelt. Und von denen, die immerhin behandelt werden, wird auch wieder nur die Hälfte ausreichend behandelt. Unterm Strich: Die häufigste Krankheit des Menschen wird praktisch nicht behandelt.

Eine Hypertonie besteht, wenn unabhängig vom Lebensalter die Blutdruckwerte über 140 / 90 mm Hg ansteigen. Je tiefer die Werte sind, desto besser, denn der Hochdruck wirkt enorm lebensverkürzend. Niedriger Blutdruck dagegen ist die „Krankheit der Hundertjährigen“. Die statistische Lebenserwartung eines 35-jährigen Mannes mit normalem Blutdruck beträgt 76 Jahre. Eine Blutdruckerhöhung auf 140 / 95 mm Hg verkürzt die Lebenserwartung um neun Jahre, ein Blutdruck von 150 / 100 mm Hg sogar um sechzehn Jahre. Der hohe Blutdruck wird daher nicht zu Unrecht als „silent killer“ bezeichnet.

Die langfristigen Komplikationen dieser zunächst schmerzlosen Krankheit sind vielseitig: Gefäßverkalkung, Herzinfarkt, Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen sowie Nieren- und Augenschäden sind die häufigsten Folgeschäden.

In den seltensten Fällen liegen handfeste anatomische oder hormonelle Ursachen für den Bluthochdruck vor. In 95 % der Fälle spricht man darum von der sogenannten „essentiellen Hypertonie“. Das heißt: man weiß nicht genau was der Grund für den Hochdruck ist. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass durch Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Salz- und Alkoholkonsum der Blutdruck steigt.

Lassen Sie in den nächsten Tagen einmal Ihre Blutdruck messen. Das macht natürlich der Hausarzt, aber auch bei Ihrem freundlichen Apotheker können Sie praktisch „en passant“ Ihren Blutdruck messen lassen. Ein einmalig niedrig gemessener Blutdruck bedeutet noch keine sichere Entwarnung, ein einmalig zu hoch gemessener Wert macht Sie noch nicht zum Hypertoniker. Im Zweifelsfalle sollte man sich selbst ein Gerät besorgen, das den Blutdruck am Oberarm misst, und dann ein Blutdruckprotokoll anlegen. (Die Messgeräte, die den Blutdruck am Handgelenk messen, haben eine höhere Fehlerquote!)

Wer gerade vom Holzhacken kommt, der darf einen erhöhten Arbeitsblutdruck haben. Das ist normal. Darum sollten Sie nach größeren Anstrengungen mindestens 10 Minuten ruhig sitzen, bevor Sie die Messung starten. Wer aber nur am Schreibtisch seinen Druck in die Höhe jubelt, der lebt gefährlich. Bei psychisch gestressten Menschen steigt besonders der untere Blutdruckwert an. Der obere Wert spiegelt den Druck während der Arbeitsphase des Herzens wieder. Der untere Wert sagt an, wie hoch der Druck während der Herzruhe erhalten bleibt. Innere Spannung lässt diesen Wert ansteigen. Besonders sollte man darauf achten, dass der Blutdruck morgens vor dem Aufstehen normal ist. Denn geht der Druck über Nacht nicht herunter, dann ist es höchste Eisenbahn! Leider fehlt vielen Menschen zu diesem Zeitpunkt noch die Einsicht zur Änderung, weil man ja selbst gar nichts spürt.

Bei wiederholt erhöhten Blutdruckwerten sollte man beim Internisten die seltenen aber möglichen anatomischen und hormonellen Ursachen für den Bluthochdruck ausschließen lassen. In 95 % der Fälle wird man da aber nichts finden. Bevor nun aber Beta-Blocker, Calciumantagonisten und Entwässerungsmittel geschluckt werden, sollte man dem Bluthochdruck die Chance geben, von selbst zu verschwinden. Das gelingt erstaunlich gut, wenn die Patienten mitarbeiten.

Zunächst muss das Gewicht herunter. Dann das ist bei Hochdruck meist reichlich vorhanden. Für jedes Kilo, was verschwindet, sinkt der Blutdruck um 3 mm Hg. Mit 10 kg weniger auf der Waage ist der Blutdruck also schon um 30 mm Hg gesunken. Allein das macht in vielen Fällen eine weitere medikamentöse Behandlung schon überflüssig.

Genussgifte wie Nikotin, Kaffee und Alkohol treiben den Blutdruck in die Höhe. Zigaretten müssen, wen wundert´s, komplett gestrichen werden. Denn schon eine Zigarette verengt die Blutgefäße und hebt damit den Blutdruck für 6 Stunden. Wer nun denkt: „Dann trink ich zur Zigarette halt ein Bier oder Wein, denn Alkohol erweitert ja die Gefäße“ beweist damit nur sein Halbwissen: Denn Alkohol erweitert nur die Hautgefäße. Die Spannung bei den großen inneren Blutgefäßen bleibt jedoch bestehen.

Kochsalz sollten Sie - besonders bei vorhandenem Übergewicht – meiden. Gesalzene Erdnüsse, Kartoffelchips sind dann ab sofort tabu. Aber auch Fertiggerichte, Wurst und Käse sollten Sie reduzieren. Omega-3-Fettsäuren dagegen schmeicheln Ihren Gefäßen und senken den Blutdruck. Meist essen wir zuviel von den Omega-6-Fettsäuren. Die guten blutdrucksenkenden Fettsäuren finden Sie in fetten Kaltwasserfischen wie Lachs, Hering, Thunfisch und Makrele. Ein zusätzlicher Esslöffel Leinöl täglich wäre so gesund, dass es ihn eigentlich auf Krankenschein geben müsste. Auch das Antistress – Mineral Magnesium senkt den Blutdruck, da es die glatte Gefäßmuskulatur entspannt. Das haben wissenschaftliche Studien bewiesen. Die meisten Präparate aus der Apotheke haben leider eine schlechte Bioverfügbarkeit und/oder einen hohen Zuckeranteil, der wiederum schädlich ist. Darum lasse ich für meine Patienten eigens ein spezielle Mischung ohne Zucker oder Geschmacksstoffe mit nachgewiesener Wirksamkeit herstellen.

Last but not least: Seien Sie offen! Denn mentale Blockaden verengen auch Herz und Gefäße. Sind Sie der Einzige, der die Aufgabe erledigen kann, oder könnten Sie mehr delegieren? Lehnen Sie sich ruhig einmal entspannt zurück, und genießen Sie die Tatsache, dass es auch mal ohne Sie läuft. Denn ständige Arbeit ist nicht gerade ein Zeichen von hoher Intelligenz!

Wertvolle Tipps:
Regelmäßig den Blutdruck messen. Bei erhöhten Werten:
Gewicht und Salz reduzieren, Treppe statt Fahrstuhl,
Omega-3 statt Omega-6: also Fisch statt Fritten, Leinöl statt Palmöl
Mindestens 400 – 600 mg Magnesium täglich www.apotheke-einhorn.de
Das homöopathische Homviotension ersetzt so manchen ß-Blocker

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